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Hermannslauf 2011

Die Geschichte dieses Hermannslaufs beginnt dieses Jahr eine Woche vor dem Lauf. Samstag abend und ich war meilenweit von einer Teilnahme entfernt. Der Rücken plagte mich schon seit einigen Wochen, doch hatte ich das Problem immer mehr im Griff und konnte Woche für Woche aufholen. Bestzeiten waren nicht zu erwarten, schliesslich war für mich erst seit Anfang/Mitte März ein regelmäßiges Training möglich, aber irgendwie sagten mir die Trainingszeiten, das ich grundsätzlich besser drauf bin als noch vor einem Jahr.
Nun, was nützen die besten Trainingszeiten wenn man sich eine Woche vor dem Ereignis noch eine Muskelverhärtung im Rücken holt?? Ich konnte nicht mehr gerade gehen oder stehen und jede unkontrollierte Bewegung führte starke Schmerzen mit sich. Passiert war dies bei der Gartenarbeit und natürlich sass ich am Montag morgen beim Arzt um meine Möglichkeiten abzuchecken: Geht da noch was? Oder anders: Kann ich den Hermannslauf überhaupt mitlaufen??
Der Arzt war überaus positiv und optimistisch, mit Gymnastik würde ich das Ganze in den Griff bekommen und am Sonntag meine 28. Teilnahme am Hermannslauf vollenden können. Ich konnte seinen Optimismus nicht so sehr teilen aber ich versuchte nun mit täglichen Dehnübungen die Schmerzen zu lindern und wenn ich mich nicht dehnte dann mit Salben und Wärmepackungen die Muskeln locker zu bekommen.
Dienstagabend stand ich zum ersten Mal wieder auf meinem Crosstrainer und Donnerstagabend gab es den ersten und zugleich letzten Probelauf, der aber weder ein total Desaster, noch eine richtige Befreiung brachte. Weiterhin waren also berechtigte Zweifel angesagt.
Samstagmorgen, ein kurzer Testlauf zwischen Haustür und Mülltonne brachte dann zum aller ersten Mal einen schmerzfreien Lauf (wenn man bei diesen 5 Metern überhaupt von einem Lauf reden kann). Aber 5 Meter gehen, dann auch 50 oder 5000. Und mit ganz viel Glück auch mehr.
Was will man also machen, der „Hermann“ ist eine Veranstaltung die dazu gehört, ohne „Hermann“ im April geht es nicht und daher wollte ich auf jeden Fall dabei sein – egal welche Zeit ich am Ende dabei heraushole. 4Stunden? Egal, Hauptsache dabei sein. In einem Jahr interessiert es keinen mehr wenn man mal einen schlechten Lauf hatte.

Die Nacht zuvor verlief nicht gut, es war auch glaube ich Vollmond. Aber egal, ich hatte schon weniger geschlafen vor ein paar Jahren und am Ende kam dabei eine gute Zeit heraus. Kaum war ich losgefahren sah ich schon die ersten Frühaufsteher auf den Straßen – natürlich mit Hermannslauftüte – sie laufen also wieder. Das Parkhaus musste ich schon bis ganz oben fahren um einen Platz zu bekommen und dann ging es auch schon per Bus zum Hermannsdenkmal. Strahlender Sonnenschein, 16°C, also Top-Bedingungen für einen guten Lauf, nicht so warm wie die Jahre zuvor. Warum musste das nur mit dem Rücken passieren?

Jetzt hatte ich mir im Vorhinein Gedanken gemacht wie ich den Lauf angehen werde. „Höchste Konzentration“ sagte ich mir. Langsam laufen, zumindest die erste Hälfte und dann vielleicht mal schauen was noch so geht. Schon oft hatte ich mir das gesagt, aber wenn die Meute vom Hermannsdenkmal herunterstürmt ist es meist aus mit den guten Vorsätzen und man geht zu schnell an und hintenraus ist keine Luft mehr. Aber was ist wenn ich gleich von Anfang an oder besser gesagt noch vor dem Start jegliche Ambitionen nach vorne versuche auszuschalten und den Entspanngang einlege? 31 Kilometer sind lang genug um hintenraus aufzuholen oder eben massig zu verlieren wenn keine Kraft mehr da ist.
Und so ordnete ich mich gleich von Anfang an hinten ein. Als der Startschuß zur zweiten Gruppe fiel ließ ich sie alle erst einmal laufen ehe ich mich langsam zur Startlinie begab. Auch andere wollten es entspannt angehen und so konnten wir völlig frei ohne Gedrängel (nach 4,5 Minuten war ich erst bei der Startlinie) den Hermann umrunden und nur vereinzelt liefen wir die Straße herunter, die Masse war also schon weg. Ein kurzer Blick zurück und es waren nur wenige hinter mir, noch war ja die dritte Gruppe nicht gestartet. Doch die Herrlichkeit hielt nicht lange an, schon am Ehberg waren viele eingeholt und es staute sich ein wenig. Neben mir unterbrach jemand die Stille: „Wenn die Spitzengruppe das Tempo vorne rausnimmt, das merkste selbst bis hier hinten“.
Schon bald waren wir oben und es ging bergab zur Panzerstraße. Die Gedanken, die ich mir vorher machte („Hält denn der Rücken?“) waren wie verflogen, es gab keine Rückenprobleme mehr. Nur die linke Wade fing an zu zwicken, aber das hatte ich bislang im Griff. Auf der Panzerstraße war wie immer viel los und am Ende der kurzen Steigung stand die Familie, bei denen ich mein Laufhemd abgab und nun fortan nur noch mit T-Shirt unterwegs war, also alles oder nichts.

Die nächsten Kilometer vergingen wie im Flug. Stapellager Schlucht, Tönsberg (den ich sehr gut hochkam) und auch nach Oerlinghausen hinein verlief alles ganz locker. Der Grund war wohl auch, daß ich es komplett vermied auf die Uhr zu schauen und nur nach meinem Gefühl lief. Ich wollte keinen Druck durch das ständige auf die Uhr schauen aufbauen und es bekam mir richtig gut. „Höchste Konzentration“ sagte ich mir immer wieder und nahm das Tempo raus, der „Hermann“ fängt erst auf der zweiten Hälfte richtig an.
Schopketal, Wandweg, Lämershagener Treppen (Ja, dieses Jahr war ich ein „Weichei“, ich gebe es zu), alles verhältnismäßig locker. Rauf zum „eisernen Anton“, ich merkte wie ich besser hochkam als sonst die Jahre. Klar war es auch dieses Jahr schwer, aber ich quälte mich nicht mehr so wie sonst die Jahre. Noch einmal die Treppen rauf, Stück gehen, wieder laufen. 5 Kilometer vor dem Ziel kamen die ersten Krampfankündigungen, die bis zum Schluß gottlob nicht schlimmer wurden. Noch 4 Kilometer, über die Straße und diesen kleinen verflixten Anstieg doch tatsächlich geschafft hochzulaufen. Weiter ging es. Einige überholten mich, aber ich lief und das war es was zählte. Solange ich laufe war alles in Ordnung. Tränenhügel, nur kurz gegangen und auch hier kein Blick zur Uhr. Es lief so gut, daß ich mir innerlich schon die besten Zeiten erhoffte. Erst 300m vor dem Ziel wagte ich es auf die Uhr zu schauen, da ich wusste den Rest schaffe ich jetzt auch laufenderweise und ich war völlig überrascht wie spät es schon war. Wo hatte ich die Zeit gelassen?? Die letzten Meter, schnell die Nettozeit im Kopf heruntergerechnet (am Ziel lief die Zeit für die A-Gruppe) und so kam ich nach 3h und 12 Minuten im Ziel an. Glücklich über die Art und Weise wie der Lauf dann doch zu einem Erfolg wurde, ein klein wenig entäuscht das ich nicht 5-10 Minuten schneller war. Aber letztendlich interessiert die Zeit später überhaupt keinen, die 28. Teilnahme war vollbracht und die Erkenntnis, die ich aus dieser Zeit mitnehme ist, daß es nicht mehr reicht nur zu trainieren, ich muß auch Gymnastik machen, meine Wade, mein Rücken und vielleicht auch die Gesamtverfassung mögen es mir danken. Und in einem Dreivierteljahr soll man mich an diese Worte erinnern, wenn es wieder heißt: der nächste „Hermann“ kommt bestimmt
21.4.11 12:27


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Und wieder heißt es ...

... "auf gehts". Morgen früh ab 11 Uhr laufen sie wieder - vom "Hermann" zurück zur Sparrenburg. Ich werde dabei sein, aber nur auf Ankommen laufen, denn der Rücken zwickt zu sehr. Aber dabei sein ist ja alles.
Ich wünsche allen morgen viel Erfolg und eine gute Zeit - wir sehen uns im Ziel.
16.4.11 13:07


Hermannslauf 2010

Nun habe ich den diesjährigen Hermann auch hinter mich gebracht und ich muß sagen: Gott sei Dank. Von A-Z lief der Lauf bzw. die Vorbereitung nicht so wie es sollte. Anfang Januar ist immer meine Zeit wo ich innerlich sage "jetzt gehts los". Weihnachten ist vorbei, die Pfunde sind angefressen, genug Motivation zu sagen daß es wieder Zeit wird sich aufzuraffen. Ok, die Motivation war da, aber die äusseren Umstände passten nicht zu meiner Motivation. Wie im vergangenen Jahr machte der Winter einen ordentlichen Strich durch die Rechnung und ich musste auf "Ersatztraining" umsteigen, sprich Crosstrainer, anstatt Laufen zu gehen. So schön das Ding ja auch ist, aber es ist kein Vergleich zu einem ordentlichen Lauf an frischer Luft, man merkt spätestens wenn man wieder in den Wald kann um zu laufen, daß man trotz "normalem" Training auf den Crosstrainer gar keine wirkliche Kondition hat.
Außerdem machte mich die andauernde Erkältung zu schaffen, die mich immer wieder ausbremste. Merkwürdigerweise ist seit Sonntag alles wie weggeblasen. Ja hab ich mir die denn nur eingebildet? Ist schon merkwürdig, was der Kopf manchmal so alles mit einem anstellt. Oder was mag hier der Grund sein?

Tja, die Vorbereitung war irgendwann vorbei und es kam der Tag der Anreise nach Bielefeld, ca. 20h vor dem Lauf. Und eben diese letzten Stunden machten mich kirre. Langsam drehte sich alles im Kopf nur noch um den Lauf, aber wirklich nervös war ich nicht. Es war mehr so ein Gefühl wie eigentlich immer vor den langen Läufen am Wochenende: Keine Lust. Die Lust kommt spätestens beim Laufen, das wusste ich, aber trotzdem war dieses Jahr anders. Es war kein "wann gehts endlich los?" sondern mehr ein "hoffentlich ist bald Sonntag nachmittag". Das lag zum einen garantiert an den zu erwartenden Temperaturen, 24°C sollten es nämlich werden. Früher - als man noch jung war - habe ich immer gehofft, daß es warm wird. So konnte ich die "Kampfsau" rauslassen und war voll in meinem Element. Da ich aber seit 3 Jahren Probleme mit dem Kreislauf habe, ist das warme Wetter so gar nicht mehr mein Fall. Die Wärme mag ich schon noch, aber wenn ich vielleicht wieder im Ziel statt erhobenen Hauptes mehr die Absperrung suche um mich festzuhalten, wenn mir ganz schwummrig wird und ich lange Zeit brauche um wieder auf die Füße zu kommen, dann gehöre ich nun auch zu denen die sagen "12, 13°C wären mir aber lieber".
Außerdem passten mir meine Schuhe nicht mehr. Klingt komisch, zumal ich ja die Schuhe an hatte, die ich sonst immer auch zu meinen Trainingeinheiten benutzt habe. Aber es kam ein Gefühl auf als würde ich spätestens nach einer Stunde mir eine Blase laufen und dann 20Km bis ins Ziel mich quälen müsste. Das alles gab mir das Gefühl eigentlich gar nicht starten zu wollen.

26 Hermannsläufe sind aber schon eine Hausnummer und man hat sich seine gewohnten Abläufe angeeignet. Kurz nach sieben aufstehen, essen, fertig machen und kurz vor halb Neun gehts los Richtung Innenstadt. Tür zu vom Auto, Motor an, Musik laut - und schon war sie da, der gewohnte "Kick", das "jetzt gehts los" und im Kopf laufen die üblichen Dinge ab. Ich war endlich angekommen bei meinem Hermannslauf.
Das Parkhaus ist von Jahr zu Jahr auch immer voller und so musste ich bald ganz oben parken. Meinem Kollegen noch fast über die Füße gefahren und dann sind wir beide hin zu den Bussen, die wie immer Jahr für Jahr uns Läufer zum "Hermann" bringen.

Oben angekommen war wie immer das übliche Gewusel. Ich verzog mich auf die Wiese, wo ich nun schon seit 1983 (mit Ausnahme das eine Jahr wo es geschneit hat) stehe und mich fertig mache. Aber schon jetzt merkte man daß die Sonne schon sehr viel Kraft hatte. Die Sachen weggebracht, es ging rein in Gruppe B und die letzten 15, 20 Minuten abgewartet. Wo war eigentlich dieses Jahr die Uhr? Die letzten Sekunden runtergezählt, langsam bewegte sich der Tross. Nach zwei Minuten war ich an der Startlinie und dann wurds ernst. Dieses Jahr war alles ruhig um mich herum, kein großes Geschiebe und Gedränge. Sollten sich die Leute etwa bewusst sein was da auf sie zukommt und laufen deshalb gesittet los? Also ging es um den Hermann herum, die Straße bergab, den Schotterweg entlang (und es staubte schon ordentlich), den Reiterweg immer schön einen nach dem anderen im Gänsemarsch und dann rauf auf die Straße. Dieses Jahr gab es zum ersten Mal die Verpflegungsstelle am Fuße des Ehberges anstatt direkt am höchsten Punkt, was aus logistischer Sicht sicherlich besser, aber für den Läufer eher überraschend und unübersichtlich war. Durch den großen Baumstamm auf dem Weg ging es nur Tröpfchenweise voran und alles dreängte zur Verpflegungsstelle hin. Ich konnte mir ein, zwei Becher ergattern und lief weiter. Das Wasser war kalt, zu kalt. Den größten Teil goss ich mir über den Kopf, aber das was ich getrunken habe (der Kopf sagte mir schliesslich ich solle viel trinken bei dem Wetter) bekam mir gar nicht gut, ich bekam leichte Bauchschmerzen. Diese Bauchschmerzen blieben auch so ziemlich die ganze Zeit während des Laufens und so trank ich wahrscheinlich weniger als ich es eigentlich wollte bzw. es auch musste. Das "Unheil" nahm seinen Lauf. Ich spürte zwar das ich viel in den Tagen vor dem Lauf getrunken hatte, aber das hilft nur bedingt.

Auch die nächste Verpflegungsstelle lief nicht optimal. Direkt am Anfang der Panzerstarße stand der große Truck von C*** - mit zwei kleinen Tischchen davor. Die die da hinter den Tischen am einschütten waren, waren völllig überlastet und so musste ich weiterlaufen, die nächste offizielle VStelle war ja nicht mehr weit.
Den Truppenübungsplatz hatte ich noch gut geschafft aber schon hier merkte ich, daß ich immer wieder mit den Schuhen an Steinen hängen blieb, ich also die Füße nicht richtig hochnahm. Ein erstes Zeichen von Schwäche bzw. fehlender Kraft. Den Tönsberg bin ich fast komplett gegangen, die Zuschauer waren mir hier egal. Oben wieder angelaufen taten mir schon die Oberschenkel weh, das nächste Zeichen für das was sich da anbahnte. Oerlinghausen war wie immer klasse, ich hatte zumindest fürs Foto bzw. auch für die Kamera noch ein Lächeln übrig.
Knackpunkt Schopketal, wie immer. Nach den ganzen Kilometern bergab kommt das Schopketal wie eine fast unüberwindbare Mauer. Kein Biss, keine Motivation, keine Kraft um hier hochzulaufen. Gehen, ok. Egal. Aber das Anlaufen fiel schwer und die Lockerheit war weg. Nur schwer konnte ich weiterlaufen und nahm die Steigung auf der Straße halb laufend, halb gehend noch mit. Ab da war es vorbei. Vor den Treppen sind immer viele Leute und klatschen aber ich konnte nicht mehr, musste gehen. Wieso konnte ich nicht laufen? Warum schon hier?
Die Treppen waren proppevoll, Stau wie immer. Nur langsam quälten wir uns hoch, ich hielt mich schon seitlich fest, das Herz sprang bis in den Hals. Oben kurzes Anlaufen aber sofort wieder gegangen. Die nächsten Stufen kamen. "Hermänner" oder "Weicheier" war die Frage. Innerlich wie ein rohes Ei versuchte ich zumindest äusserlich wie ein echter "Hermann" zu sein, ich wählte die Treppen anstatt aussen drumherum zu laufen. Die Schotten liess ich links liegen und ab hier lief ich keine Steigung mehr. Auf dem Weg zum "eisernen Anton" kann ich mich erinnern daß ich mit einigen Läufern noch mithalten konnte, bergauf war ich aber der Erste der ging. Bei der VStelle "Eiserner Anton" versuchte ich das erste Mal Elektrolyte, aber es war wie ein Tropfen auf dem heißen Stein. Keine Chance noch etwas aufzuholen an Flüßigkeit, das Thema war durch, hauptsache ankommen - irgendwann.

Die letzte große Steigung hinter der Gaststätte, ich gab mich kämpferisch, hier gingen alle und ich (bei einem kleinen zufällig zusammengekommenen Trüppchen) vorneweg. Wir scherzten, bemiteleideten uns gegenseitig und obwohl ich als Erster mit dem Laufen anfing hatten die Anderen sofort einige Meter an Vorsprung herausgeholt. Hatten die nicht eben noch gejammert? Wie witzig.
3,5km vor dem Ziel lag ein Läufer am Rand, um ihn herum kümmerten sich drei Mitläufer. Der Kreislauf machte nicht mit. Ich lief aber weiter, es ging ja leicht bergab. Mir kam erst der Sanitäter entgegen, dann der Krankenwagen (im Wald). Als ich neben dem Wagen herlief machte er seine Sirene an, danke dafür nochmal. :-(
Es ging über die Straße, leicht bergauf, ich ging, der Kreislauf sackte weg. Ich merkte wie mir, wie genau vor zwei Jahren, schwindelig wurde und ich mich konzentrieren musste was ich ab jetzt tue. Gehen, laufen, wieder gehen, die Zeit (obwohl längst egal) verflog. Nach 20km hatte ich vielleicht noch eine 3h vor Augen, davon war ich jetzt weit entfernt.
Die Promenade kam, den Tränenhügel rauf (gegangen), oben ein Stück gelaufen, dann wieder gehen. An mir liefen sie hier dutzendweise vorbei. Keine Chance mehr mit einem mitzuhalten. Ich war gehend fast genauso schnell wie laufen. Und wie das dann immer so ist, zieht sich die Promenade ins Unendliche. Die Zuschauer standen dichter, das Ziel kam in Sicht. Irgendwo mußte doch mein Anhang sein? Rechts geschaut, links geschaut, in der Masse nicht zu erkennen. Die Absperrung machte den Laufweg nun breiter, wie bei ca. Km27 bekam ich Wadenkrämpfe und das auf den letzten Metern. Durchbeissen, fertig. Keine Hand zum Sieg erhoben, Hauptsache angekommen, abhaken, nächstes Jahr wird besser.
Dieses Mal gab es ja bekanntlich keine Medaillen, irgendwo in Fernost wegen Vulkanasche hängengeblieben. Dafür gab es ein Mikrostück Schokolade. Der Wille zählt ja, also wars ok. Die erste VStelle liess ich aus um noch ein paar Meter langsam weiter zu gehen. Bloss nicht wieder diese Aussetzer, aber leider kamen sie, nur dieses Mal war ich vorbereitet. Ich setzte mich hin und schon konnten meine Augen wieder "Farben" sehen. 10 Minuten, vielleicht waren es auch 20 Minuten sass ich da und dann war ich bereit mir meine Sachen zu holen. Bis ich aber wieder völlig auf dem Damm war verging noch einige Zeit.

Nächstes Jahr ist Ostern am letzten Wochenende im April, daher ist der Hermann eine Woche früher. Hoffentlich ist das Wetter dann besser, daß ich endlich mal wieder Kreislauffrei bin. Oder bin ich tatsächlich schon zu alt für den Hermannslauf?? Ich hoffe nicht.
27.4.10 23:08


Es ist wieder soweit

Nun denn, das Wetter strahlt wie es kann und so langsam steigt die Anspannung. Gleich gehts los um die Startkarten abzuholen und morgen ab 11 heißt es wieder mit bangem Bauch um den "Hermann" herum in Richtung Sparrenburg laufen. Das bange Gefühl weicht bald der Anstrengung und hoffentlich komme ich mit erhobenem Kopf in Bielefeld an. Das Wetter ist mal wieder absolut "Zuschauertauglich" und es wird sicherlich eine Hitzeschlacht.

Wetter 2010

Kopf hoch, das wird schon und wie heißt es immer wieder so schön auf Transparenten an der Strecke:

"Helden sterben nicht im Bett"

Pack ma's!
24.4.10 10:41


Tränen

Wenn man so in Augen schaut, die Verzweiflung, Traurigkeit, Ratlosigkeit und Enttäuschung signalisieren, dann bewirkt das bei mir auch ein Umdenken. Kurz zuvor war ich noch außer mir, hatte meinen Frust herausgelassen über das was in letzter Zeit passiert ist … nein, was in den letzten 30 Jahren passiert ist, über meine Situation, über meine Stimmung und meine nicht mehr vorhandene Hoffnung.
„Ich tue es für euch, ich tue es weil ich weiß dass das was passiert ist euch wehtut. Ich mache es – und zwar nur für euch. Ich glaube aber nicht, dass es etwas bringt, ich glaube nicht mehr dran.“

Die Hoffnung ist weg, ich glaube nicht mehr an das Gute im Menschen, ich will nicht mehr so tun als sei alles gut. Ich will da raus, ich will es einfach nicht mehr. Hoffnungslosigkeit macht sich breit und das macht mich traurig.
10.3.10 20:34


Schnapsschränkchen

Schei....
Mein Schnapsschränkchen ist zu klein. Wieso müssen diese Cocktails auch immer so legga sein, so daß ich mir den ganzen sch...teuren Alkohol kaufen muß.
Ich glaub ich muß mehr Milch trinken. Die steht im Kühlschrank und nimmt nicht so viel Platz weg.
1.2.10 23:26


Spanish Blues

Das ist der Cocktail des Abends. Der Sex on the Beach war ja schon echt lecker, aber der Spanish Blues ist (in abgewandelter Form) noch eine Kategorie besser. Farblich eher "so naja", hat er geschmacklich echt was zu bieten. Und so siehts der vom Rezept her aus:

Likör 43: 3cl
Rum 40%: 2cl
Blue Curacao: 0,5 cl (dadurch wirds so n grüner)
Zitronensaft: 2cl
Ananassaft: 12cl
Und jede Menge Crushed Ice von meinem neu erworbenen Icecrusher!

Die Mengenangaben sind leicht korrigiert. 4cl Zitronensaft ist mir n bissel viel.

Jetzt kann der Sommer kommen. Oder was?
21.10.09 23:03


Sex

Schon mal Sex on the beach gehabt? Ist gar nicht so leicht - sag ich mal so. Zumal es nicht DEN Sex on the Beach gibt. Woher kommt der? Was ist das Originalrezept? Gibt es das überhaupt??
Jede Inetseite hat ein anderes Rezept. Und was so gar nicht geht ist Annssaft im SotB. Also zumindest liest man das ab und an. Maracujasaft ja. Aber Ananassaft?? Ich entschied mich heute dafür und egal was ich da vor mir hatte - er war legga! Auch mit Ananassaft!
Morgen eine andere Variante? Mal sehen. Jetzt muß ja der Ananassaft weg. :-) Vorschläge?
*hicks*
20.10.09 23:18


Cocktails

Es fing im Spätsommer an, oder wenn ich ehrlich sein soll, sind es eher schon ein paar Jahr. Aber ich hatte mich nie richtig getraut, weil ein erster Versuch vor Jahren mal kräftig in die Hose ging. Aber im Frühjahr kaufte ich mir bei A**I eine Flasche Rohrzuckerschnaps, ein erster Schritt. Der zweite Schritt wurde dann im besagten Spätsommer getan. Ich kaufte mir ein Netz mit Limetten. Rohrzucker war schnell gekauft und so machte ich dann meinen ersten Cocktail, den so ziemlich leckersten auf dieser Welt: Caipirinha

Bis die Limetten weg waren dauerte es etwas und ich kam immer mehr auf den Geschmack. Aktuell ist meine Lieblingsanlaufstelle im Supermarkt die Alkoholabteilung, immer auf der Suche nach einer neuen Idee. Auch in der Saftabteilung kann man mich oft finden, denn was ist ein schöner Cocktail ohne Fruchtsaft.
Tja, und so kam selbst mein Eierlikör wieder zur Verwendung. Ist schon lecker so eine Eierlikör/Blue Curacao/O-Saft – Mischung.

Und diese Woche? Diese Woche ist – so würd ich mal schätzen – Sex on the Beach dran.
Lecker!
19.10.09 21:09


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